Donnerstag, 25. September 2014

Cameron-Faux-Pas: Neue Formen des "Mikro-Managements"

Der britische Premierminister David Cameron wandelt auf den Spuren des früheren US-Präsidenten George W. Bush. Während Bush im September 2000 während seiner Wahlkampftour in den fast schon legendären Fettnapf trat und einen Journalisten der New York Times als "major league asshole" bezeichnete, da er sich der offenen Mikrofone am Rednerpult nicht bewusst war, zeigte Cameron in New York noch weniger Sensibilität.
Bei einem Besuch bei New Yorks Ex-Bürgermeister und Medienunternehmer Michael Bloomberg in dessen Medienzentrale wurden die beiden Herren während ihres Gesprächs von einem Kamerateam begleitet. Cameron berichtete dabei dem Medienprofi Bloomberg von der Reaktion der britischen Königin auf das Ergebnis des schottischen Referendums. Dies ist an sich schon bemerkenswert, da es ein Verstoß gegen Recht und Konventionen  darstellt. Der Umstand, dass die Mikrofone des Kamerateams diesen Regelbruch dokumentierten  und die Videos anschließend veröffentlicht wurden, rundet das PR-Desaster ab. Noch dazu aber sagte er, dass die Queen gar nicht mehr "aufgehört habe zu schnurren" (siehe hier). Es wird spannend, wie er das nun der Katzenkönigin erklären will...
Zwei Regeln lassen sich daraus ableiten:

1. Sagen Sie in Gesprächen mit Dritten außerhalb Ihrer engen privaten Sphäre nichts, was Sie nicht auch öffentlich sagen würden.


2. Achten Sie darauf, wo Sie zumindest teilweise als öffentliche Person wahrgenommen werden, denn Mikros und Handykameras sind heute überall.

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